Von 2020 bis 2022 reichte es, ein Weihnachtspaket drei Tage vor dem Heiligen Abend zur Post zu bringen. Seit 2023 rät die Post zu fünf Tagen, jedes Jahr mit demselben Datum: dem 19. Dezember. Für Weihnachten 2026 hat noch kein Paketdienst Termine veröffentlicht. Die Post gab ihre Fristen 2024 und 2025 jeweils am 5. Dezember bekannt. Bis dahin sind die Vorjahre die beste Grundlage für die Planung.
Die Weihnachtsfristen der Post seit 2020
Die Post nennt ihre Termine jedes Jahr in einer Presseaussendung. Nebeneinandergestellt zeigen sie, wie sich der letzte Aufgabetag für Pakete innerhalb Österreichs verschoben hat:
| Jahr | 24. Dezember | Paket Inland | Post Express Österreich | Zustellung am 24.12. |
|---|---|---|---|---|
| 2020 | Donnerstag | Mo, 21.12. | Mi, 23.12. | ja |
| 2021 | Freitag | Di, 21.12. | Do, 23.12. | ja |
| 2022 | Samstag | Mi, 21.12. | Do, 22.12. | bis 12 Uhr |
| 2023 | Sonntag | Di, 19.12. | Do, 21.12. | nein, letzter Zustelltag 23.12. |
| 2024 | Dienstag | Do, 19.12. | Fr, 20.12. | bis 12 Uhr |
| 2025 | Mittwoch | Fr, 19.12. | Mo, 22.12. | bis 12 Uhr |
Quelle: Presseaussendungen der Österreichischen Post vom 26.11.2020, 01.12.2021, 05.12.2022, 04.12.2023, 05.12.2024 und 05.12.2025.
Auffällig ist, dass der Wochentag keine Rolle spielt. Von 2020 bis 2022 lag die Frist am 21., seit 2023 am 19. Dezember, egal ob das ein Dienstag, Donnerstag oder Freitag war. Express ist die Ausnahme. Diese Frist wechselt mit dem Kalender, lag zwischen dem 20. und dem 23. Dezember und fiel 2025 auf einen Montag. Post Express stellt innerhalb Österreichs am nächsten Werktag bis 13 Uhr zu.
Begründet hat die Post den früheren Termin nicht. Parallel ist die Menge gewachsen: 2020 rechnete die Post mit bis zu einer Million Paketen pro Tag in der Vorweihnachtszeit, im Dezember 2025 waren es an einem einzigen Tag rund 1,65 Millionen.
Was das für Weihnachten 2026 heißt
Der Heilige Abend fällt 2026 auf einen Donnerstag, wie zuletzt 2020. Damals nahm die Post Inlandspakete bis Montag, 21. Dezember, an. Bleibt sie bei ihrem Muster der letzten drei Jahre, wäre der 19. Dezember diesmal ein Samstag. Am Weihnachtssamstag 2025 hatten alle Postfilialen mindestens von 9 bis 12 Uhr offen, also deutlich kürzer als an den Werktagen davor und danach.
Ob die offizielle Frist 2026 auf den Samstag fällt oder auf einen Tag davor, steht erst Anfang Dezember fest. Für die eigene Planung ändert das wenig.
Die eigene Frist: Freitag, 18. Dezember 2026
Wer Inlandspakete bis Freitag, 18. Dezember, aufgibt, liegt vor jedem Termin, den die Post seit 2020 genannt hat. Nennt sie diesmal wieder den 19., ist der Freitag ein Tag Reserve. Legt sie die Frist auf den Freitag, ist man genau rechtzeitig. Und wer erst am Samstag kommt, hat nur den Vormittag.
Pakete ins Ausland: je weiter, desto früher
Für das Ausland unterscheidet die Post drei Zonen. Die Nachbarländer bekommen den spätesten Termin, Ziele außerhalb Europas den frühesten:
| Paket International | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Angrenzende Länder | 18.12. | 18.12. | 18.12. |
| Übriges Europa | 15.12. | 17.12. | 17.12. |
| Rest der Welt | 13.12. | 16.12. | 16.12. |
Quelle: Presseaussendungen der Österreichischen Post 2023 bis 2025.
Anders als im Inland sind diese Fristen seit 2023 nach hinten gerückt, für das übrige Europa um zwei und für den Rest der Welt um drei Tage. Für Länder außerhalb der EU nennt die Post aber eine Einschränkung, die in keinem Datum steckt: die Bearbeitungszeit beim Zoll des Ziellandes. Ein Geschenk in die Schweiz, nach Großbritannien oder in die USA braucht eine Zollerklärung CN 23. Wer die Daten nicht vorab online erfasst, sondern das Papierformular in der Filiale abgibt, zahlt dort 3,16 Euro für die Nacherfassung (Stand Oktober 2026). Was beim Versand in Nicht-EU-Länder sonst zu beachten ist, steht im Ratgeber zum internationalen Paketversand.
DPD, GLS und Hermes
Von DPD, GLS und Hermes hat nur DPD Österreich eigene Weihnachtsfristen für Privatkunden veröffentlicht, zuletzt im Dezember 2024. Damals sollten Pakete innerhalb Österreichs bis 19. Dezember um 12 Uhr in einem Pickup-Standort abgegeben sein. Für andere EU-Länder nannte DPD den 17. Dezember, für Ziele außerhalb der EU den 13. Dezember. Das Inlandsdatum ist also dasselbe wie bei der Post, mit einem Unterschied: Bei DPD zählt nur der Vormittag.
GLS und Hermes nennen auf ihren österreichischen Websites keine Weihnachtsfristen (Stand Oktober 2026). Wer mit ihnen verschickt, nimmt die Termine von Post und DPD als äußerste Grenze und gibt lieber einen Tag früher auf. Im Paketshop gilt außerdem die Öffnungszeit des Geschäfts, nicht die des Paketdienstes.
Warum im Dezember jeder Tag Puffer zählt
Im Jahresschnitt ist die Post schnell. Laut ihrer eigenen Laufzeitmessung für 2025 waren 94 Prozent der Inlandspakete spätestens am zweiten Werktag nach der Aufgabe zugestellt. Die Weihnachtsfristen lassen trotzdem mehr Luft. Die Zahlen der Regulierungsbehörde zeigen, warum.
Laut dem Post Monitor der RTR wurden 2025 in Österreich 415,6 Millionen Pakete zugestellt. Davon entfielen 117,6 Millionen auf Oktober bis Dezember, rund 28 Prozent des ganzen Jahres. Im Sommerquartal waren es 100,9 Millionen. Das Schlussquartal liegt damit knapp 17 Prozent darüber.
Wie spitz diese Wochen sind, zeigt ein einzelner Tag: Am 10. Dezember 2025 meldete die Post einen Tagesrekord von rund 1,65 Millionen Paketen, eine Woche nach dem vorherigen Rekord. Wer in solchen Tagen versendet, konkurriert mit dem Online-Handel um denselben Platz im Zustellwagen. Im Sommer ist es übrigens umgekehrt: weniger Pakete, aber weniger Personal, wie der Beitrag zu Verzögerungen in den Sommermonaten erklärt.
Öffnungszeiten und Zustellung rund um den 24. Dezember
Die Sonder-Öffnungszeiten für 2026 gibt die Post zusammen mit den Fristen bekannt. 2025 sahen sie so aus:
- Samstag, 20. Dezember: alle Postfilialen mindestens von 9 bis 12 Uhr
- Montag, 22. und Dienstag, 23. Dezember: alle Postfilialen von 8 bis 18 Uhr
- Mittwoch, 24. Dezember: alle Postfilialen mindestens von 8 bis 12 Uhr, Zustellung von Paketen bis 12 Uhr
- Postpartner: mehr als die Hälfte an den Weihnachtssamstagen offen, der Großteil am 24. Dezember halbtags
Eine Lücke liegt Anfang Dezember. Am Feiertag, dem 8. Dezember, stellte die Post 2023 bei Bedarf zwar Pakete zu, die Filialen blieben aber bis auf wenige in Einkaufszentren geschlossen. 2026 ist der 8. Dezember ein Dienstag. Wer an diesem Tag aufgeben will, sollte nicht mit einer offenen Filiale rechnen. Versandstationen in den SB-Zonen nehmen rund um die Uhr an, allerdings nur fertig frankierte Pakete.
Dass die Zustellung am 24. Dezember mittags endet, ist kein Naturgesetz. 2023 fiel der Heilige Abend auf einen Sonntag, und der letzte Zustelltag war der Samstag davor. 2026 ist der 24. ein Donnerstag, also ein gewöhnlicher Werktag. Ob die Post wieder bis 12 Uhr zustellt, steht in ihrer Aussendung im Dezember.
Wenn das Geschenk ankommt und niemand zu Hause ist
Ein pünktlich verschicktes Paket nützt wenig, wenn es beim Empfänger an der Tür scheitert. Die Post hat für die Vorweihnachtszeit 2025 mehrere Wege beworben, die sich in ihrer App vorab einstellen lassen: das Paket an einem selbst gewählten Platz abstellen lassen, es in eine Filiale, zu einem Postpartner oder in eine Poststation umleiten, oder an einen Wunsch-Nachbarn im Haus zustellen lassen. Wer verreist, sollte die Abholfristen im Blick haben, die je nach Paketdienst sehr unterschiedlich sind. Sie stehen im Ratgeber zu Paketshop und Abholstation.
Steht ein Paket kurz vor dem Fest tagelang still, lohnt erst ein Blick auf den Sendungsstatus und dann ein Anruf beim Absender. In welcher Reihenfolge Sie dabei vorgehen, klärt der Beitrag Wo ist mein Paket?
Selbst verschickte Geschenke sind steuerfrei
2026 ist das erste Weihnachtsgeschäft mit der Paketsteuer. Sie gilt laut Finanzministerium für Pakete aus dem Versandhandel großer Händler mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz. Wer selbst ein Geschenk aufgibt, ist kein Versandhändler, für das Paket an die Familie fällt also nur das Porto an. Was Händler verrechnen, steht im Ratgeber zur Paketsteuer.